Samstag | 14. November | 18:00

LICHT & TROST

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Motette: „Warum ist das Licht gegeben, dem Mühseligen?“, Motette op. 74, Nr. 1

Sonate für 2 Klaviere f-moll op. 34b, Andante, un poco Adagio

„Ein deutsches Requiem“ nach Worten der Heiligen Schrift“, op. 45″ in der Fassung für Chor, Soli, zwei Klaviere und Pauken

Simone Schwark, Sopran
Michael Roman, Bass

Andreas Hering, Klavier
Helge Aurich, Klavier
Olaf Pyras, Pauke

Kurhessische Kantorei Marburg
Leitung: Uwe Maibaum


Konzertkarten online (und in der Küsterstube der Elisabethkirche)

Mittelschiff und Orgelempore

20 € (ermäßigt 16 €) – freie Platzwahl

Seitenschiffe und Seitenempore

15 € (ermäßigt 10 €) – freie Platzwahl


Licht & Trost: Brahms’ „Deutsches Requiem“ in Marburg

Kurhessische Kantorei bringt „Ein deutsches Requiem“ in besonderer Besetzung nach St. Marien

Es sind Worte, die seit fast 160 Jahren nichts von ihrer unmittelbaren Wirkung verloren haben: „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“ Sie stehen am Anfang von Johannes Brahms’ „Ein deutsches Requiem“ und weisen zugleich den Weg durch einen Konzertabend, den die Kurhessische Kantorei Marburg unter das Motto „Licht & Trost“ gestellt hat.

Am Samstag, 14. November, um 18 Uhr ist das Requiem in der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien zu hören. Dabei setzt die Kantorei auf eine besondere Besetzung: Das Werk erklingt in der Fassung für Soli, Klavier zu vier Händen, Pauken und Chor.

Brahms richtet den Blick in seinem Requiem nicht allein auf Tod und Vergänglichkeit. Im Zentrum stehen vielmehr die Menschen, die mit Leid und Verlust leben müssen – und die Hoffnung auf Trost. Genau diese Verbindung greift das Konzertprogramm auf. Neben dem Requiem erklingt die Motette „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen“ op. 74 Nr. 1. Hinzu kommt der langsame Satz aus der Sonate für zwei Klaviere f-Moll op. 34b.

Für die Aufführung hat die Kurhessische Kantorei Simone Schwark (Sopran) und Michael Roman (Bass) als Solisten eingeladen. Den vierhändigen Klavierpart übernehmen Andreas Hering und Helge Aurich, an den Pauken ist Olaf Pyras beteiligt. Die Leitung hat Uwe Maibaum.

Der Titel „Licht & Trost“ beschreibt dabei nicht nur die musikalische Auswahl. Er fasst auch die Botschaft zusammen, die die Werke von Brahms verbindet: Fragen nach Leid und Vergänglichkeit stehen neben Hoffnung und Zuversicht. Gerade darin liegt die besondere Spannung des Programms.

Das Konzert der Kurhessischen Kantorei Marburg beginnt am 14. November um 18 Uhr in der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien. Karten sind ab 15 Euro erhältlich. Der Vorverkauf erfolgt nach Möglichkeit online über www.kurhessische-kantorei.de sowie in der Küsterstube der Elisabethkirche.


Samstag | 14. März | 18:00 Uhr

Johann Sebastian Bach
Johannespassion BWV 245

Simone Schwark, Sopran
Seda Amir-Karayan, Alt
Georg Poplutz, Evangelist / Arien
Michael Roman, Bass
Raimund Nolte, Jesusworte
Ulrike Walther, Sprecherin
Olaf Pyras, Percussion

Main-Barockorchester
Kurhessische Kantorei Marburg

Leitung: Uwe Maibaum

Karten: 28 Euro / 22 (erm. 18) Euro / 16 (erm. 12) Euro / 10 Euro
Vorverkauf nach Möglichkeit online über www.kurhessische-kantorei.de und in der Küsterstube der Elisabethkirche

Konzertkarten sind online hier zu erwerben.
Das Programmheft können Sie mit dem Vorwort hier schon lesen.


Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach ist eines der eindringlichsten Werke der Musikgeschichte. Ihre dramatische Kraft, ihre emotionale Tiefe und ihre theologische Zuspitzung berühren bis heute – und stehen im Zentrum dieser Aufführung.

Die Passion erklingt in ihrer musikalischen Gestalt als geschlossenes Werk. Die Solistinnen und Solisten sind dem Marburger Publikum vertraut – die Kurhessische Kantorei feierte zusammen mit ihnen schon zahlreiche Erfolge. Die Kantorei und das Main-Barockorchester musizieren unter der Leitung von Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum.

Neben der Johannespassion erklingen fünf poetisch-literarische Improvisationen mit Texten von Lars Hillebold. Sie greifen nicht in das barocke Oratorium ein, erklären nicht und verändern den Verlauf der Passion nicht, sondern lassen das Gehörte nachklingen und eröffnen Resonanzräume – für Fragen nach Schuld und Verantwortung, nach Macht und Wahrheit, nach der jüdischen Herkunft Jesu und nach Hoffnung, die allen gilt.

Damit entsteht ein feines Spannungsfeld zwischen barocker Form und gegenwärtiger Erfahrung. Die Johannespassion bleibt als Passionsmusik – und spricht aktuell in unsere Zeit hinein: zum Hören, Gedenken und Hoffen.