3. Advent, 17. Dezember 2023 | 18 Uhr

Lutherische Pfarrkirche St. Marien, Marburg

Blick in den Chorraum

EVENSONG

Musikalische Andacht in Form des englischen Abendgebetes

Johann Sebastian Bach, Teile aus dem Weihnachtsoratorium, Kantate 1
in einer Bearbeitung für Chor und Orgel

T. Tertius Noble, Magnificat und Nunc dimitis

Liturgie: Aline Seidel
Ka Young Lee, Orgel
Kurhessische Kantorei Marburg
Leitung: Uwe Maibaum

Eintritt frei

Sonntag, 26. November 2023 | 19 Uhr

Lutherische Pfarrkirche St. Marien, Marburg

SpurenSuche | Mozart Requiem und mehr…

Wolfgang Amadeus Mozart
Requiem d-moll KV 626


Schubert, Lieder
Klangkunst für Percussion

Ein Erinnerungskonzert der Kurhessischen Kantorei Marburg in Zusammenarbeit mit der Stadt Marburg

Helena Kunkel, Sopran
Leila Mößner, Alt
Marius König, Tenor
Leon-Maurice Teichert (eingesprungen für den erkrankten Anton Förster), Bass
Olaf Pyras, Percussion
Leonard Maibaum, Film und Klangkunst
Lisa Ochsendorf, Klavier

Studentisches Sinfonieorchester Marburg (weiter Infos hier)
Kurhessische Kantorei Marburg
Leitung: Uwe Maibaum

Karten zu 8, 14 (ermäßigt 10), 18 (ermäßigt 14) und 22 (ermäßigt 18) € im Vorverkauf: Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH am Hauptbahnhof, an der Abendkasse und im Online Ticketshop

Die Solistinnen und Solisten

Die Sopranistin Helena Kunkel stammt aus Aschaffenburg und studiert seit 2017 an der HfMDK Frankfurt Lehramt für Gymnasium, sowie aufbauend Bachelor Gesang an der Akademie für Tonkunst Darmstadt seit 2023.

Begonnen hatte sie ihr Studium mit Klavier als Hauptinstrument, ihre Leidenschaft und Schwerpunkt wurde jedoch bald der klassische Gesang. Neben dem Unterricht an der HfMDK bei Carola Schlüter erhielt sie einen weiteren Teil ihrer Gesangsausbildung an der University of Leeds (Klasse Amanda Crawley). Mit dem Gesangsstudium bei Tilman Lichdi an der Akademie für Tonkunst wird Helena Kunkel ihre Ausbildung vor allem im Bereich der Kammermusik, Oratorien und zeitgenössischen Musik nun weiter vertiefen.


Die junge Mezzosopranistin Leila Mößner wuchs in Karlsruhe auf und erhielt in jungen Jahren klassischen Instrumentalunterricht in Klavier und Violine. Ihre weiterführende musikalische Ausbildung führte sie zunächst an einem Musikgymnasium und anschließend an Musikhochschulen in Frankfurt und Hannover fort.

Seit 2020 studiert Leila Mößner Schulmusik mit Hauptfach Gesang bei Prof´in Melinda Paulsen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. 2023 begann sie ihr Bachelor- Studium in klassischem Gesang bei Prof. Henryk Böhm an der Hochschule für Musik Theater und Medien Hannover.

Der in Frankfurt geborene und aufgewachsene Tenor Marius König gibt seit seinem Studium regelmäßig Konzerte und wirkt in verschiedenen kammermusikalischen Ensembles mit.

Er sang in Frankfurt bereits in der Alten und Neuen Oper und gründete ein eigenes Vokalensemble. Zudem wurde er im Juni 2023 als Solist für eine Uraufführung engagiert, welche vom Goldberg-Verlag aufgeführt wurde. Anfang Oktober hat Marius König im Rahmen der Kirchenmusiktage in Bad Wimpfen die Tenorpartie der Bachkantate Wir danken dir Gott, wir danken dir BWV29 dargeboten. Marius König studiert seit 2021 Musik und Französisch auf Gymnasiallehramt mit dem Hauptfach Gesang bei Julia Diefenbach an der HfMDK. Er war bereits Kursleiter auf der Hessischen Schülerakademie und ist derzeit Stipendiat der Frankfurter Bachkonzerte sowie der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Neben dem Studium ist Marius König als Klavier-, und Gesangslehrer sowie als Übungsleiter im TSV Bo.

Leon-Maurice Teichert, wuchs in Uetze, nahe Hannover auf. Seine musikalische Ausbildung begann er beim
Knabenchor Hannover, der ihn mit zahlreichen Projekten und Konzertreisen durch die Welt führte.

Nach seinem Abitur am Landesgymnasium für Musik in Wernigerode studiert er derweil Gesang in Hannover; er ist weiterhin als Chorleiter tätig. An der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ist er in der Gesangsklasse von Herrn Prof. Henryk Böhm.
Der musikalischer Weg des jungen Baritons, umfasste bisher umfangreiche solistische Beiträge bei Bach-Kantaten, Passionen, Oratorien von Händel, Mendelssohn, Haydn und mehr, sowie Ensemblemusik, gerade in alter Musik; in verschiedenen Städten Deutschlands und über die nationalen Grenzen, bis nach Vietnam, Südafrika und Australien. Dazu kommen Auftritte mit renommierten Orchestern wie der lautten compagney BERLIN. Teichert ist ebenfalls häufig Gast bei diversen Opernproduktion; etwa den Konzerten im
Fronhof Augsburg, bei denen er die Rolle des Notars in der Oper Don Pasquale sang, oder die Rolle des Guglielmo der Mozart Oper Cosi Fan tutte, bei der Niedersächsischen Reihe „Oper auf dem Lande“. Meisterkurse, wie etwa bei Prof. Kai Wessel für historische Aufführungspraxis oder Johannes Martin Kränzle für Operngesang, runden seine Erfahrungen ab.

Eine rege Konzerttätigkeit führte die Pianistin Lisa Ochsendorf bisher in viele renommierte Konzertzentren Deutschlands, wie beispielsweise die Alte und Neue Oper Frankfurt am Main, und in zahlreiche europäische Nachbarländer.

Lisa studierte Musik und Französisch auf Gymnasiallehramt, Master Liedgestaltung, Master Musikpädagogik und Postgraduate Liedduo in Frankfurt, Köln und Salzburg. Gemeinsam mit ihren Duopartnern gewann die Pianistin mehrere Preise internationaler Wettbewerbe, beispielsweise den Audience-Prize, den Junior Jury Prize und einen Förderpreis beim International Vocal Competition LiedDuo in s’Hertogenbosch. Lisa leitete mehrere Jahre lang Musikkurse der hessischen Schülerakademien, rief musikalische Projekte an Schulen ins Leben, engagierte sich im Bereich der kulturellen Bildung in sozialen Einrichtungen im Rahmen des CultureLab, leitet neben ihrer Tätigkeit als Liedpianistin noch mehrere Chöre und arbeitet als Lehrerin an einem Frankfurter Gymnasium.

Olaf Pyras arbeitet als Schlagwerker, Komponist und Musikpädagoge: sein Interesse gilt der Soundrecherche und der zeitgenössischen Klangkunst. 2O22 wurde das Projekt SoundCycling zur documenta 15 eingeladen.

Zusammen mit Tarek Atoui war er Dozent der Darmstädter Sommerkursen 2021, David Lang lud ihn als Solist zu WOW, David Lang´s Festival of Music in Dublin ein. Michael Gordon zum Bang on a can Marathon, Brooklyn An Stückentwicklungen im Schauspiel und zeitgenössischen Tanz interessiert ihn die interdisziplinäre Verbindung von Musik mit physikalischen Fragestellungen. Pendulum Rhythm Rave zusammen mit Michael Langenckert (E-Werk Freiburg) Music on a long thin Wire mit dem Physiker Franz Bozcinaowski (HU Berlin) Olaf Pyras studierte Schlagwerk bei Stephan Froleyks an der Hochschule für Musik Münster, Musik und Kunst in Kassel, belegte Kompositionskurse bei Reinhard Karger. Er lehrt am Institut für Musik der Universität Kassel und an der Universität
der Künste in Berlin in der Fakultät Musik und Kunst.

Plakat: SpurenSuche

Probenwochenende mit dem Studentischen Sinfonieorchester Marburg

Kantoreiprobe am 16. November – Lacrimosa im Gehen…

Erste Tuttiprobe am 22. November 2023 in der Pfarrkirche

SpurenSuche – das Konzept

Das Konzert „SpurenSuche“ ist ein kulturelles Angebot zum Erinnern.

Mozarts Requiem bildet das musikalisch tragende Element des Programms. Selbst nur als Fragment erhalten wurde es von Mozarts Assistenten und Mitarbeiter an der „Zauberflöte“, Franz Xaver Süßmayr, vervollständigt. Schon diese Partitur ist eine Spurensuche wert. Wir gedenken damit der Verstorbenen dieser Welt, dieses Landes, dieser Stadt und der eng mit uns Verbundenen.

Ein paar Marburger Texte und vier romantische Lieder unterbrechen das Requiem und verleiten zu einer Spurensuche im Bereich der Sehnsucht, der oftmals zu hörenden Begleitmelodie beim Wachrufen liebgewordener Erinnerungen.

Klänge des Percussionisten Olaf Pyras und elektronische Fragmente von Leonard Maibaum bilden einen klanglichen Kontrast, markieren einen Bruch zwischen Rückschau und Gegenwart.

Ein Gang durch Marburg, vertieft durch Einblendungen von Erinnerungsorten der Kantorei- und Orchestermitglieder, ist in einem langsamen Film zu sehen.  

Wie gut, dass wir Menschen die besondere Befähigung zur Erinnerung haben. Die Kurhessische Kantorei geht auf Spurensuche – und jeweils eigene Zusammenhänge sind zu finden, die Sie zum persönlichen Gedenken einladen.

Presseinfo

Mit Mozarts Requiem auf Spurensuche

Kurhessische Kantorei und SSO musizieren gemeinsam

Seit seiner von Rätseln geprägten Entstehung vor XXX Jahren schreibt das Mozart-Requiem seine eigene Geschichte. Nun fügt die Kurhessische Kantorei eine Seite hinzu. Bei ihrem Konzert „SpurenSuche“ am 26. November um 19 Uhr in der Lutherischen Pfarrkirche finden die Chöre und Arien des Requiems ihre Resonanz in Bildern und Texten, die zum Erinnern einladen. Ein junges Ensemble aus Solisten und Instrumentalisten lässt die alte Musik erstrahlen. Erstmals musizieren das Studentische Sinfonieorchester (SSO) und Kantorei gemeinsam. Hinzu kommen für die Solopartien Studierende der Musikhochschule Frankfurt.

Uwe Maibaum freut sich: „Die Zusammenarbeit mit den Musikerinnen und Musikern des SSO ist toll!“ In den Orchesterproben zu Mozarts Requiem finden der Leiter der Kurhessischen Kantorei und die Studierenden an ihren Instrumenten gemeinsam den Weg zu einer frischen Interpretation des bekannten Werkes. Wenn dann der Chor, die Solisten und weitere Mitwirkende hinzu kommen, entsteht aus Puzzleteilen ein größeres Ganzes – das Konzert „SpurenSuche“.

In das Requiem in der Süßmayer-Bearbeitung fügen sich Lieder, Videobilder und rhythmische Klänge ein. Sie alle folgen einer Spur des Erinnerns: sehnsüchtig besungen im romantischen Lied, bildhafte Impressionen zu persönlichen Erinnerungsorten der Chormitglieder, rhythmische Erkundungen baulicher Spuren in der Kirche durch den Percussionisten Olaf Pyras, gelesene Text aus der Marburger Geschichte.

„Wie erinnern wir uns? Welche Wahrheit liegt im Erinnern? In welche Gegenwart führen die Spuren?“ – das Konzert der Kurhessischen Kantorei will einen neuen Klang beisteuern zur Erinnerungskultur in Marburg und wird darin vom Fachdienst Kultur der Stadt gefördert. (Almuth Westecker, ca. 1.800 Zeichen)